Antonia Stahn: Heiligabend

Antonia Stahn: Die Reise vom gläsernen Baum ...

Antonia Stahn: Die Reise vom gläsernen Baum ...

Heiligabend
© Antonia Stahn
 

Wie in jedem Jahr fahren Lucas und Laura einen Tag vor Heiligabend mit Papa aufs Land. Bauer Mönken verkauft die schönsten Weihnachtsbäume weit und breit. Und von den schönsten wollen Lucas und Laura den allerschönsten aussuchen. Der Baum wird in der Diele der alten Villa aufgestellt. Er darf sehr hoch gewachsen sein.

Die Kinder freuen sich auf den Ausflug. Familie Mönken ist schon seit langer Zeit Baumlieferant der Hagens. Bereits Großvater hat seine Weihnachtsbäume dort gekauft und auch stets selber abgeholt.

Die Wiedersehensfreude zeichnet ein fröhliches Lächeln in das Gesicht des Bauern, als die „Weihnachtsbaumsucher“ auf dem Hofe ankommen. Überschwänglich begrüßt er Papa, Lucas und Laura.

Augenzwinkernd wendet er sich an Laura: “Na, Kleine, möchtest du zuerst einmal in den Stall gehen?“ Er hat nicht vergessen, wie gerne Laura Tiere mag. Außerdem hat er diesen kleinen Rotschopf sehr ins Herz geschlossen.

Während Bauer Mönken und Laura die Tiere im Stall besichtigen, sitzen Papa und Lucas bei der Bäuerin in der gemütlichen Küche. Kaffee, selbstgebackene Kekse und heiße Schokolade stehen für die Weihnachtsbaumkäufer auf dem Tisch.

„Du bist aber gewachsen“, sagt Frau Mönken erstaunt, als Laura mit glänzenden Augen und hochroten Wangen in die Küche kommt.

„Na, Laura, ist die Welt der Tiere noch in Ordnung?“

„Klaro, Papa! Ich glaube, das dicke Schwein – Elsa – hat mich wiedererkannt. Es ist zu mir ans Gitter gekommen und hat mich freundlich angegrunzt. Der neue Hund gefällt mir besonders gut. Es ist ein Bernhardiner. Er ist noch sehr jung. Im nächsten Jahr ist er erwachsen. Wenn er mich lässt, darf ich dann auf ihm reiten, hat Herr Mönken gesagt. Ach, so einen lieben Hund möchte ich auch haben! Jaja – ich weiß, dass das nicht geht. Mamas und Lucas’ Allergien. Schade!“, seufzt Laura traurig.

Lange hält es die Traurigkeit bei dem kleinen Mädchen nicht aus.

„Sollen wir jetzt in den Wald gehen? Wetten, dass ich in diesem Jahr den schönsten Baum finde!“ Lauras Fröhlichkeit und Unternehmungsgeist sind zurückgekehrt.

„Gute Idee, Laura! Eigentlich mag ich die gemütliche Küche gar nicht verlassen“, sagt Papa und steht auf.

Er bedankt sich herzlich für die Gastfreundschaft. Frau Mönken winkt ab. Sie erinnert Papa an ihre Freude über den alljährlichen Besuch. Fröhlich winkt sie den Weihnachtsbaumsuchern nach.

Es dauert nicht lange. Laura hat tatsächlich einen großen, gerade gewachsenen Baum entdeckt. Auch Papa und Lucas halten ihn für passend. Die elektrische Säge leistet schnelle Arbeit. Nach wenigen Minuten liegt die große Tanne auf dem Waldboden. Papa und Bauer Mönken hieven den Baum auf den Anhänger und sichern ihn mit Seilen.

Es fängt wieder an zu schneien. Papa möchte noch vor dem Dunkelwerden zu Hause sein. Herr Mönken versteht diesen Wunsch allzu gut.

Schnee auf vereisten Fahrbahnen. Das schwere Auto kommt nur langsam voran. Endlich – nach zwei Stunden steht der Wagen unbeschadet wieder vor der Villa in Hamburg.

„Das hast du gut gemacht! So einen schönen Weihnachtsbaum hatten wir schon lange nicht mehr“, loben Mama und Großvater die kleine Laura. Alle im Haus freuen sich.

Nach dem Abendessen wollen sie gemeinsam die prächtige Tanne schmücken. In vielen Familien wird der Baum erst am Morgen des 24. Dezembers geschmückt. Nicht so bei den Hagens. Sie haben nämlich ein Fest vor dem Fest zu feiern. Der 24. Dezember ist Lucas’ Geburtstag. Deshalb findet das Baumschmücken bereits am dreiundzwanzigsten Dezember statt. Der Vormittag des Heiligen Abends gehört einzig und allein Lucas. Sein Geburtstag soll nicht in den Weihnachtsfeierlichkeiten untergehen.

Oma Böhme’s Kiosk bleibt während der Feiertage geschlossen. Seit Lucas auf der Welt ist, verbringt sie das Fest der Liebe im Hause ihrer Tochter.

Laura und Lucas mögen ihre Großmutter sehr.

„Oma kann so schöne Geschichten erzählen und Gemütlichkeit verbreiten“, denkt Laura laut.

Sie sitzt wieder mit Lucas in der Fensternische der Bibliothek. Es hat aufgehört zu schneien. Ziemlich spät ist es. Dennoch hat Mama eine Stunde Traumgeschichten erlaubt.

„Glaubst du, dass Paul und der kleine Peter sich wiedersehen?“ Traumverloren blickt Laura in den klaren Sternenhimmel.

„Das weiß ich leider nicht. Peter kommt in meinen Träumen nicht mehr vor.“

Lucas deutet auf den hellsten Stern am Abendhimmel. „Schau, Laura: Unser Stern! Heute scheint er noch heller zu leuchten als sonst. Oh! Hast du die Sternschnuppe gesehen?“

„Jaa! Wunderschön sah sie aus!“, freut sich Laura. Sie weiß, dass nun wieder eine Seele vom Gläsernen Baum zur Erde reist. Inbrünstig wünscht Laura, dass das kleine Wesen unbeschadet am Schwarzen Planeten vorbeikommen wird.

„Du hast nichts von meinen Geschichten vergessen“, freut sich Lucas und schaut in den Nachthimmel.

Der Traum ist wieder da. Lucas erzählt:


 
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Antonia Stahn Weihnachtssaga
Antonia Stahn
Die Reise vom gläsernen Baum
zum blauen Planeten
Eine Weihnachtssaga
Dr. Ronald Henss Verlag
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