Patricia Koelle: Adventskalender 2

Adventskalender basteln Bastelanleitung Patricia Koelle

Christkindl’s Bastelstube
Adventskalender 2 – Das Schiff

© Patricia Koelle

Es kommt vor, dass die Rentiere eine Pause brauchen, vor allem heutzutage, da sich die Kinder so viele Geschenke wünschen. Daher benutzt der Weihnachtsmann gelegentlich ein Segelschiff, wenn er zwischen den Kontinenten umherreist. Es wird sogar gemunkelt, das Schiff könne fliegen, allerdings nur mit Hilfe des Weihnachtswindes.

Große und kleine Freizeitkapitäne freuen sich, wenn sie einen Nachbau als Adventskalender bekommen.

Zu Ostern bekommt man oftmals längliche Blumenkörbchen geschenkt, in denen Krokusse, Tulpen und Osterglocken blühen. Wenn diese verblüht sind, wandern die länglichen Körbchen in den Keller. Die Blumenzwiebeln werden auf den Grünstreifen oder in den Garten gepflanzt. Es soll auch Menschen geben, die die verblühten Blumenzwiebeln wegwerfen. Ob diese Menschen vom Weihnachtsmann einen Adventkalender geschenkt bekommen, ist allerdings fraglich. – Dieses längliche Körbchen jedenfalls steht im Keller nur im Weg herum und lockt Spinnen an, deshalb sollten wir es jetzt hervorholen, denn es eignet sich hervorragend als Schiffsrumpf. Wer nur Besuch hatte, der zu geizig war um Blumen mitzubringen, kann sich auch mit dem guten alten Pappkarton behelfen und daraus einen Schiffsrumpf basteln, was mit Schere und Tesafilm (den Letzteren hat ganz gewiss ein Engel erfunden!) wahrlich kein Problem ist.

Was die äußere Dekoration des Schiffs angeht, gibt es mindestens so viel Möglichkeiten wie Sterne, denen die Rentiere ausweichen müssen, wenn sie im Himmel herumfliegen (weshalb es manchmal besser ist, das Schiff zu benutzen).

Ein fahrtaugliches Schiff braucht einen Kiel. Unser Schiff braucht unten ein Gewicht, damit es später nicht umfällt und die Süßigkeiten alle schon an Nikolaus herausfallen.

Ich habe den Ständer eines kaputten Standspiegels benutzt. Gute Bastler können auch ein altes Holzbrett nehmen, ein Loch hineinbohren und eine Stange hineinstecken, die nachher unser Mast wird. Eine größere Grundplatte aus – natürlich – Pappe tut es aber auch; man muss eben nur einen Mast aus Draht oder Holz aufrecht darauf montiert bekommen. Dieser Mast muss ein wenig länger sein, als man denkt.

Wir haben also eine Grundplatte, die entweder schwer oder groß ist, und einen aufrechten Mast. Auf diesen Mast stechen wir zunächst den Schiffsrumpf; so kann das Schiff schon nicht mehr umfallen. Die Grundplatte kann locker mit blauem Papier verkleidet werden, das man hier und da mit Watte unterfüttert; so entstehen Wellen, vielleicht mit dem einen oder anderen Fisch darauf.

Damit das Schiff am Bug eine Spitze bekommt, die wirkungsvoll mit Sternenkettchen etc. dekoriert werden kann und anzeigt, wohin der Weihnachtsmann fährt, legen wir einfach eine Holzstange schräg hinein, so dass sie vornübersteht. Ideal ist ein Kochlöffel von der Sorte mit dem Loch in der Mitte; dieses können wir einfach über den Mast fädeln und bekommen so Stabilität.

Falls der Weihnachtswind sich mal ausruht, braucht der Weihnachtsmann Ruder. Es geht mit Lutschern oder Zuckerstangen, schöner sind zwei nette weihnachtliche Kugelschreiber, die wir in Alufolie so einwickeln, dass jeweils ein Ende einem Paddel ähnelt. Wir fixieren die Paddel mit einer kleinen Drahtschlinge (Büroklammer) an den Seiten des Schiffsrumpfs und kleben z.B. die Nummern 6 und 24 darauf. Ebenfalls an der Seite fixiert wird ein aus Pappe geschnittener Anker, es sei denn, man hat einen ankerförmigen Schlüsselanhänger zur Hand.

In das Schiff legen wir einige Päckchen, die wir z.B. mit den Nummern der Adventssonntage versehen. Hier sollten die dicksten Pralinen drin sein oder die schwersten Radiergummis, Untersetzer oder was wir sonst verschenken sollten. Sie in Alufolie einzuwickeln ist am einfachsten und sieht schön aus, besonders wenn man die matte Seite nach außen nimmt. Wer es bunt mag, nimmt Geschenkpapier.

Nun fehlt nur noch das Segel. Wir schneiden zwei identische Dreiecke aus schönem oder beklebtem Karton, tackern sie an den Kanten mit dem Klammeraffen aneinander (außer an der langen Seite) und stülpen das Ganze einfach über den Mast. Nach Belieben können noch ein paar Extradreiecke darangeklebt werden. Oben können wir einen Zahnstocher mit einer weihnachtlichen Stoff- oder Krepppapierfahne hineinstechen, oder wir kleben von außen auf beiden Seiten noch ein Holzspießchen auf das Segel, da man ja den innenliegenden Mast nicht sieht.

An die Seiten des Segels kommen nun Süßigkeiten, die mit den restlichen Nummern versehen sind, die noch fehlen. Am Besten eignen sich die Schokoladenfiguren mit den Bändchen dran, die als Baumbehang gedacht sind, Engel, Glocken, Tannenzapfen etc. Man fädelt die Bändchen durch kleine Löcher im Segel nach innen und fixiert sie dort mit Tesafilm.

Im Bug könnte natürlich noch ein Weihnachtsmann stehen, dem wir nun gute Fahrt wünschen. Proviant hat er ja genug.

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Der kleine Drache Fissinor möchte Menschenkinder kennenlernen – und herausfinden, ob er auch lachen kann. Mit Menschenkindern nimmt man am besten in der Adventszeit Kontakt auf, sagt sein Großvater. Denn in dieser Zeit sind Menschen offener für Erstaunliches. Und so kommt es, dass Lisa und Lukas etwas Ungewöhnliches in ihrem Nikolausstiefel finden, Mondglückchen erhalten und Eispilze kosten dürfen. Fissinor entdeckt dafür Schlittenfahren, Wunderkerzen und Pfefferkuchen. Aber ob er auch das Lachen lernt?

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Stichwörter:
Advent, Adventskalender, Basteln, Bastelanleitung, Patricia Koelle, Weihnachten, Weihnachtszeit, Adventszeit, Schiff, Christkind, Bastelstube

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